Trial

Mein Hobby...
...mit einer Yamaha PW 50 fing alles an. Aber schon drei Wochen später, nachdem alle Feldwege ausgekundschaftet waren, war mir klar, dass das ja wohl noch nicht alles gewesen sein konnte.
Der hier bei uns im Ort ansässige Motorsportverein (mit eigenem Trial- Trainingsgelände) machte mir meine Entscheidung leicht. Als Steigerung des sinnlosen Hin- und Herfahrens konnte nur die hohe Kunst des Trialfahrens für mich in Frage kommen.

Der Eintritt in die Motorsportvereinigung Hammelbach am 22.12.’06 und ein Fahrzeugwechsel
waren die ersten Schritte zu meinem neuen Hobby.

Mein neues Einsatzgerät, eine BETA-Minitrial
-  49 ccm Hubraum
-  42 kg Gewicht

Nach einigen Trainings- Besuchen klappte der Umgang mit meiner Beta immer besser, schon bald konnte ich die ersten Hinternisse in Angriff nehmen.


Mein Vorbild
Frank Fischer,
mein Trainer beim MSV-Hammelbach,
er hat auch mal so angefangen wie ich . Zur Zeit ist er NOCH etwas besser als ich. Doch wenn er mich weiter so trainiert, werde ich ihn hoffentlich irgendwann einholen !

Frank: www.thesliderrider.de


Trial ist die ideale Motorsportart, um Kindern und Jugendlichen einen spielerischen und verant- wortungsbewussten Umgang mit dem Zweirad zu ermöglichen und gleich- zeitig einen verkehrs- erzieherischen Einfluss auszuüben.

Im Vordergrund steht beim Trial die Maschinenbeherrschung in den „Sektionen“ genannten Sonderprüfungen. Die Fahrtzeit spielt eine untergeordnete Rolle, obwohl die Höchstfahrzeit festgelegt ist, um eine Veranstaltung überhaupt im Griff zu behalten. Ein Kurs durch Gräben, Schlamm, über Wurzeln, Steine und hohe Stufen, enge Kehren um Bäume oder andere Hindernisse herum ist möglichst fehlerfrei zu durchfahren. Anfang und Ende der Sektion sind mit A- und E-Schildern gekennzeichnet, nur zwischen diesen wird eine Punktwertung durchgeführt. Fehlerfrei bedeutet, alle Schwierigkeiten fahrend zu überwinden, also nicht anhaltend, schiebend oder gar stürzend, aber auch ohne Nachhelfen mit den Füßen. Dieses sind alles Fehler, die dem Fahrer auf einer mitgeführten Punktekarte vermerkt werden. Die Trial-Maschinen haben große Bodenfreiheit, geringes Gewicht, großen Lenkeinschlag sowie Motoren, die auf die leiseste Drehung des Gasgriffes reagieren. Ein wichtiger Faktor sind außerdem die Reifen, erst der richtige Reifen in Verbindung mit einem der Sektion angepassten Luftdruck sichert den nötigen Vortrieb, und der kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.
Für den Fahrer ist ein gewisses Trainingspensum unerlässlich, zu dem nicht nur das Fahren mit dem Motorrad gehört; auch Ausdauer, Schnellkraft und Konzentrationsfähigkeit bedürfen der dauernden Übung. Der interessierte Anfänger schließt sich zweckmäßigerweise einem Motorsportclub (z.B. der Motorsportvereinigung Hammelbach) an; dieser steht dann dem Enthusiasten mit Rat und Tat und meistens noch mit eigenem Trainingsgelände zur Seite. Außerdem veranstaltet der dann auch Wettbewerbe, in denen man sein frisch erworbenes Können gleich mit anderen messen kann.
Der Trialsport ist also eine Sportart, bei der dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine eine wichtige Bedeutung zukommt. So profitiert der durch das Trialfahren geschulte Motorradfahrer von der verbesserten Maschinenbeherrschung auch im Straßenverkehr des Alltags, denn er meistert sein Motorrad sicher in allen erdenklichen Situationen.
Der Begriff Trial stammt aus England, wo vor ungefähr 70 Jahren erstmals Unerschrockene versuchten, mit den zu jener Zeit unzureichenden Motorrädern unwegsames Gelände zu durchqueren. Das war zu jener Zeit wesentlich schwieriger als heute, und der Ausdruck „try“ = versuchen, beschreibt am besten, was die Unentwegten damals eigentlich taten. Bald veränderte sich die Bezeichnung in „TRIAL“, es entstanden den Geländeschwierigkeiten besser angepasste Maschinen, die Fahrtechniken verfeinerten sich im Lauf der Entwicklung, und Trialfahrer wurden Meister der Balance und des Stils, womit sich diese Motorsportart zur Hohen Schule des Motorsports auf zwei Rädern entwickelte.